Aufgewachsen mit klassischer europäischer Musik studierte Christoph Haas in Westafrika, Lateinamerika und Südindien die großen Rhythmuskulturen der Welt. Auf der Langhalslaute entwickelte er innovative Spieltechniken und emanzipierte die Tambura zum Soloinstrument. Seinem Instrumentarium entlockt er einen immensen Reichtum an Obertönen und Klangfarben, baut komplexe polyrhythmische Strukturen auf - ausgehend vom elementaren Pulsschlag des Menschen. Als Komponist gilt sein besonderes Interesse den Beziehungen zwischen Raum und Klang, Architektur und Musik. Seine Kompositionen schlagen Brücken zwischen Orient und Okzident, Alter und Neuer Musik. Sie zeichnen sich aus durch vielschichtige Polyrhythmik in oft ungeraden Metren und differenzierten Umgang mit Klangfarben und Obertönen.
"Seit 1999 arbeitet das Stuttgarter Künstlerpaar Stephanie und Christoph Haas als ENSEMBLE COSMEDIN an neuen Wegen zu alter und ältester, aber auch zu neuer Musik. Ihr Repertoire, dokumentiert auf mehreren CDs, spannt einen Bogen vom vorgregorianischen Choral über Hrabanus Maurus, Hildegard von Bingen und Leonin bis in die Neuzeit (Milko Kelemen, Sofia Gubaidulina, Aribert Reimann u.a.). Den eindringlichen Gesang der Solostimme kontrapunktiert mit sparsamen Mitteln ein Instrumentarium, dessen Wurzeln in den frühen Hochkulturen des Orients liegen."
Domkapellmeister Stephan Rommelspacher, Trier (3/2008)
Das Ensemble Cosmedin lädt dazu ein, die meditative Schönheit und Spiritualität Alter Musik neu zu entdecken. "In ihrer Performance kommt es zu einer Durchdringung der Geisteshaltungen und Stilwelten: in der Reduktion der Mittel begegnen sich Mittelalter und Gegenwart." Markus Dippold (2/2003).
Stephanie und Christoph Haas akzentuieren Dynamik und Dramatik des gesungenen lateinischen Textes, beleuchten in der Instrumentierung die orientalischen Wurzeln der europäischen Sakralmusik.
"Stephanie und Christoph Haas öffnen Fenster zur Spiritualität des Mittelalters. Voller Freude und Klarheit und innerem Tanz. Alles in diesem Singen und Musizieren ist durchdacht und gestaltet - und zeugt von berührender Hingabe. Musik, die nichts behauptet, aber alles bedeutet."
Hansdieter Werner (10/2007)
Spirituelles Konzert
"Jedem Stück hört das Duo seinen ihm immanenten Gestus ab. Die Grenzen zwischen den einzelnen Stücken zerfließen, öffnen sich in meditatives Raum- und Zeitgefühl, führen zur Inszenierung eines faszinierenden, Zeit und Raum umspannenden Gesamtkunstwerkes aus geradezu sphärischen Klängen." Karin Steinebrunner (Badische Zeitung 5/2008)
Die Konzerte entfalten sich in der Spannung zwischen den weiten Gesangslinien des Chorals und den rhythmisch-tänzerischen, aber auch meditativ-zarten Instrumentalkompositionen. Architektur und Geschichte des jeweiligen Aufführungsortes werden bewusst in die Programmgestaltung einbezogen. Die Leidenschaft des Ensembles gilt der Sakralmusik des Mittelalters, Klangrecherche und Improvisationsfreude schlagen Brücken zur zeitgenössischen Musik.
"Wie leidenschaftlich und sensibel man mittelalterliche Vorlagen zu klingendem Leben erwecken kann, beweist das Ensemble Cosmedin mit subtilen, auf gründlichem Studium handschriftlicher Quellen basierenden Interpretationen vorgregorianischer Choräle, Werken von Hrabanus Maurus, Abaelard, Hildegard von Bingen und Leonin." Werner M. Grimmel (5/2008)
www.ensemble-cosmedin.de
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